Test Trailschuhe       0

ASICS Gel-FujiLyte im Test

Mit dem FujiLyte schickt Asics einen Nachfolger für den ausgemusterten FujiRacer ins Rennen. Geringes Gewicht, mehr Grip und besseren Steinschutz versprechen die Japaner. Wir haben das überprüft.

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Erster Eindruck und Verarbeitung

Endlich wieder ein leichter Trailschuh von Asics! Nachdem der FujiRacer im letzten Jahr eingestellt wurde, klaffte unterhalb von 300 Gramm eine große Lücke im Sortiment der Japaner. Der FujiLyte soll das nun ändern und trägt seine Bestimmung schon im Namen. Das sagt der Hersteller: „[Der FujiLyte] ist schnell, flexibel und leicht und bietet dir dank der griffigen Außensohle hervorragenden Halt.“

Der erste Eindruck scheint das zu bestätigen: Der Schuh liegt mit 229 Gramm (in Größe 42) extrem leicht in der Hand. Die Außensohle wirkt sehr aggressiv. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau.

Leicht, flexibel und flach aufgebaut: Der ASICS Gel-FujiLyte

Den FujiLyte gibt es jeweils in zwei Farben für Damen und Herren. Hier das Damen-Modell in „Aubergine/Sport Pink“.

Passform und Größen

Der FujiLyte fällt normal groß aus, ist allerdings auf recht schmalen Leisten geschnitten. Vor allem im Zehenbereich bleibt seitlich nicht viel Platz. Wer eher breite Füße hat und/oder breite Zehenboxen à la Altra favorisiert, sollte den Schuh also vor dem Kauf unbedingt anprobieren. Der FujiLyte ist für Damen in den Größen EU 35.5 – 44.5 und für Herren in EU 39-49 erhältlich.

Beim FujiLyte kommt eine neu designte Außensohle zum Einsatz.

Die gegenläufig angeordneten Stollen bieten sicheren Halt auf allen Untergründen. Selbst mit nassem Fels kommt der FujiLyte gut zurecht.

Grip und Laufeigenschaften

Beim FujiLyte kommt eine neu designte Außensohle zum Einsatz. Und die macht einen hervorragenden Job: Sowohl auf weichem, matschigen Untergrund als auch im alpinen Gelände packt das aggressive Stollenprofil ordentlich zu. Selbst auf nassem Fels bietet der Schuh ausreichend Traktion – hier macht sich die relativ weiche Gummimischung bezahlt.

Mit 4 mm Sprengung baut der Schuh nochmal zwei Millimeter flacher auf als der FujiRacer. Dazu kommt eine sehr flexible Mittelsohle und ein hauchdünnes Obermaterial. So läuft sich der FujiLyte extrem dynamisch. Vorfußläufer und Skyracer werden diesen Schuh lieben! Leider fehlt es dem FujiLyte an Stabilität in der Ferse. Die Fersenkappe ist kurz, weich und bietet kaum Seitenhalt. Wer zum Umknicken neigt, sollte diesen Schuh deshalb mit Vorsicht genießen.

Die Fersenkappe des FujiLyte ist niedrig, weich und bietet leider kaum Seitenhalt.

Der Zehenschutz fällt beim FujiLyte äußerst spartanisch aus.

Dämpfung und Protektion

Der FujiLyte ist trotz des flachen Aufbaus ausreichend gedämpft. Distanzen bis 50 km lassen sich mit ihm problemlos zurücklegen. Damit eignet sich der FujiLyte für leichte bis mittelschwere Läufer nicht nur als Wettkampf-, sondern auch als Trainingsschuh.

Anders als noch beim FujiRacer hat der FujiLyte eine Steinschutzplatte, die ihren Namen auch verdient. Schmerzhafte Belastungsspitzen fängt sie zuverlässig ab, ohne dass sie das Feedback vom Untergrund verschluckt. Schutz für die Zehen ist dagegen kaum vorhanden: Die Zehenkappe ist winzig und das Mesh-Material kaum verstärkt. Frontalen Felskontakt sollte man mit dem FujiLyte also besser vermeiden.

ASICS Gel-FujiLyte

Kategorie: Speed
Gewicht: 229 g (Größe 42)
Sprengung: 4 mm
wenig
viel
Dämpfung
Stabilität
Grip
Protektion
Dynamik

Pro

  • sehr leicht und lauffreudig
  • guter Grip auf allen Untergründen
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • Fersenkappe gibt kaum Seitenhalt
  • unterdimensionierter Zehenschutz

Fazit

TrailBlog
Mit dem FujiLyte ist ASICS eine echte Überraschung gelungen: So leicht, flexibel und griffig war bisher noch kein Trailschuh der Japaner - und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Ambitionierte Trailrunner, Bergläufer und Skyrunner werden ihre Freude an diesem Schuh haben. Für Ultra-Distanzen, schwere Läufer und breite Füße ist der FujiLyte dagegen weniger geeignet.
Stand 26.07.2016. Aktuelle Preise und Spezifikationen können abweichen.
Hendrik

Von

Hendrik ist leidenschaftlicher Trailrunner und Gründer des TrailBlog. Neben kurzen, steilen Rennen reizen ihn lange Touren auf eigene Faust in den Bergen. Hendrik ist ASICS Frontrunner und wird unterstützt von Garmin, SZIOLS und ultraSPORTS. Folge ihm auch auf Strava, Twitter und Instagram.

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