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Haglöfs Essens Mimic Hood im Test

Die Isolationseigenschaften einer Daunenjacke mit deutlich besserem Wetterschutz und perfekter Bewegungsfreiheit - das verspricht Haglöfs für die Essens Mimic Hood. Wir haben das Teil auf winterlichen Trails getestet.

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Erster Eindruck und Verarbeitung

Die Haglöfs Essens Mimic Hood kommt im typischen Design der Schweden: Einfarbig, schlicht und funktional. Der Schnitt fällt deutlich figurbetonter und etwas kürzer aus als bei vielen anderen Isolationsjacken. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau. Bei einem Preis von rund 200 Euro darf man das allerdings auch erwarten. In Herren-Größe S bringt die Essens Mimic Hood 438 Gramm auf die Waage, in Größe L sind es 550 Gramm. Neben einem Damen-Modell gibt es auch eine Variante ohne Kapuze, die nochmal 60 Gramm Gewicht spart.

Material und Ausstattung

Die Essens Mimic Hood ist mit QuadFusion Mimic gefüllt – ein Isolationsmaterial aus recyceltem Polyester, das die Wärmeeigenschaften von Daune imitieren, aber weniger feuchtigkeitsanfällig sein soll. Gegen Wind und Nässe schützt das reißfeste, wasserabweisende Pertex-Außenmaterial. Die dreifach verstellbare Kapuze ist voll isoliert und hat einen verstärkten Schirm. Unter den Schultern sorgen Einsätze aus Polartec-Powerstretch für Bewegungsfreiheit und Belüftung. Vorne gibt es zwei Einschubtaschen und eine von außen erreichbare Brusttasche (allesamt mit Reißverschlüssen). Zum Transport lässt sich die Jacke ca. auf Handball-Größe komprimieren. Ein Packsack ist leider nicht dabei.

Praxistest

Das wichtigste zuerst: Wir waren erstaunt, wie gut die Essens Mimic Hood trotz des geringen Gewichts und der vergleichsweise dünnen Füllung wärmt. Klar, für die Himalaya-Expedition oder zweistellige Minusgrade braucht es mehr Isolation, aber wer sich in unseren Breitengraden bewegt (und dabei nicht allzu lange Pausen macht), wird mit dieser Jacke nicht frieren. Auch bei Schnee und Regen bleibt die Isolierung lange trocken und hält selbst dann noch ausreichend warm, wenn sie feucht geworden ist.

Zur guten Isolationsleistung tragen auch der schmale Schnitt und die elastischen Bündchen an den Ärmeln und am Saum bei. Das hält die Jacke nah am Körper und die warme Luft dazwischen. Trotzdem steht man bei schweißtreibenden Aktivitäten nicht gleich im eigenen Saft, denn Feuchtigkeit wird über die Fleece-Einsätze unter den Armen nach außen geleitet. Auch als zusätzliche Wärmeschicht unter einer Hardshell-Jacke lässt sie sich problemlos tragen.

Besonders gut gefällt uns die Kapuze: Anders als bei so manch anderem Modell hat sie bei der Essens Mimic Hood ihren Namen wirklich verdient. Der Kragen schließt bei Bedarf bis unter die Nase, mit den beiden Kordelzügen kann man sie perfekt abdichten und der stabile Schirm hält Schnee und Regen aus dem Gesicht.

Reißverschlüsse und Kordelzüge lassen sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Die beiden Einschubtaschen bieten ausreichend Stauraum und Platz zum Aufwärmen der Hände. Leider ist die Brusttasche für die naheliegenden Zwecke viel zu geräumig geraten – ein Smartphone z.B. baumelt bei Bewegung hin und her.

Die Essens Mimic Hood ist ideal als Gipfeljacke oder für Trailtouren an besonders kalten Tagen

Haglöfs Essens Mimic Hood

Gewicht: 438 g (Herren-Größe S)

Pro

  • Hervorragendes Wärme-/Gewichtverhältnis
  • körpernaher Schnitt
  • dreifach verstellbare Kapuze
  • geringes Packmaß

Contra

  • Brusttasche zu groß für Smartphones o.ä.
  • Packsack wird nicht mitgeliefert

Fazit

TrailBlog
Die Essens Mimic Hood von Haglöfs überzeugt mit hervorragendem Wärme-/Gewichtverhältnis und kleinem Packmaß. Die synthetische Füllung nimmt kaum Feuchtigkeit auf, die Stretcheinsätze an den Schultern sorgen für Bewegungsfreiheit und gute Belüftung. Damit ist sie ideal für Trailrunner - als Gipfeljacke und an besonders kalten Tagen auch für den Weg dorthin.
Stand 02.01.2017. Aktuelle Preise und Spezifikationen können abweichen.
Hendrik

Von

Hendrik ist leidenschaftlicher Trailrunner und Gründer des TrailBlog. Neben kurzen, steilen Rennen reizen ihn lange Touren auf eigene Faust in den Bergen. Hendrik ist ASICS Frontrunner und wird unterstützt von Garmin, SZIOLS und ultraSPORTS. Folge ihm auch auf Strava, Twitter und Instagram.
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