Test GPS-Uhren & Technik       5

Test: Polar Beat für iPhone

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Premieren-Saison bei Polar: Nach der ersten Polar-Uhr mit integriertem GPS gibt es jetzt auch die erste iPhone-App der Finnen. Polar Beat lässt sich kostenlos im App Store laden, tritt dort allerdings gegen zahlreiche etablierte Konkurrenten wie RunKeeper und Runtastic an.

Von anderen Fitness-Apps unterscheidet sich Polar Beat zum einen durch die gelungene Benutzeroberfläche. Zum anderen lässt sich die App mit dem Herzfrequenz-Sensor Polar H7 verbinden, den es für rund 70 Euro gibt. Dafür nutzt Polar den stromsparenden Übertragungsstandard Bluetooth Smart (Bluetooth 4.0). Vorteil: Es ist kein zusätzliches Empfangsmodul am iPhone erforderlich. Nachteil: Man benötigt ein iPhone 4S oder neuer, denn ältere Geräte funken noch noch nicht mit Bluetooth 4.0.

Beim ersten Start fragt die App die wichtigsten Nutzerdaten (Geschlecht, Größe, Gewicht, max. Herzfrequenz) ab. Anschließend kann man eine Sportart und, falls gewünscht, ein bestimmtes Trainingsziel wählen. Wer möchte, kann zusätzlich seine Login-Daten für polarpersonaltrainer.com eintragen. Tut man das, werden die Trainingsdaten anschließend automatisch in das Polar-Trainingstagebuch hochgeladen. Zwingend erforderlich ist es aber nicht, die App lässt sich auch ohne Polar-Account und allein auf dem iPhone nutzen.

Während des Trainings zeigt die App die wichtigsten Informationen übersichtlich an. Außerdem kann man sich per Sprachansage über die zurückgelegte Zeit (Gesamt, letzter Km) und Distanz informieren lassen. In der Trainings-Historie fehlen dann allerdings leider Kilometer-Splits und Tempo-Angaben. Per In-App-Upgrade lässt sich für 3,59 Euro noch eine sogenannte „Smart Coaching“ Funktion hinzukaufen. In Verbindung mit dem Herzfrequenz-Sensor informiert die App dann während des Sports auch über den Trainingseffekt und zeigt anschließend den Fettanteil der verbrauchten Kalorien. Gerade für Fitnessorientierte ist das eine nützliche Zusatzinformation.

Alles in allem ist Polar Beat vor allem für zwei Zielgruppen interessant: Zum einen für Einsteiger, die keine Pulsuhr besitzen, aber ohnehin mit dem iPhone laufen. Zusammen mit dem Herzfrequenz-Sensor H7 bietet die App ihnen eine kostengünstige Lösung zur Trainingssteuerung. Zum anderen für diejenigen, die polarpersonaltrainer.com mit einer Polar-Uhr ohne GPS-Modul nutzen, aber gelegentlich auch gerne eine GPS-Aufzeichnung ihrer Strecken hätten.

Bewertung

+ Kostenlos
+ Ansprechendes, übersichtliches Design
+ Auch ohne Polar-Account nutzbar
+ Mit Pulsgurt H7 eine günstige Komplettlösung
– Nicht kompatibel mit iPhone 4 oder älter
Noch nicht optimiert für das Display des iPhone 5
– Weder Pace noch KM-Splits in der Trainings-Historie
Hendrik

Von

Hendrik ist leidenschaftlicher Trailrunner und Gründer des TrailBlog. Neben kurzen, steilen Rennen reizen ihn lange Touren auf eigene Faust in den Bergen. Hendrik ist ASICS Frontrunner und wird unterstützt von Garmin, SZIOLS und ultraSPORTS. Folge ihm auch auf Strava, Twitter und Instagram.
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5 Kommentare

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  1. Susanne

    Danke für den Artikel. Habe mir die App runtergeladen und bin sehr zufrieden. Ich laufe sowieso immer mit dem iPhone am Arm, um meine Musik hören zu können. Werde mir jetzt wahrscheinlich noch diesen Pulsgurt dazu kaufen, dann habe ich einen kompletten Trainingscomputer :)

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  2. Peter

    Also ich nutze normalerweise die Runtastic app bis ich vor ca. 2 wochen auf Polar Beat für das Iphone 5 gestoßen bin.

    Ich finde die Polar Beat app besser als die von Runtastic denn die Auswertungen finden ich bei Polar besser auch kann man mit der App ohne GPS im Haus trainieren und dabei die Herzfrequenz sowie die Kalorien aufzeichen geht bei Runtasic nicht.
    Bei dem wechsel vom HTC aufs Iphone musste ich um Runtastic nutzen zu können sowieso eine anderen Gurt+ Sensor kaufen.
    Bei dem Iphone hat Runtastic im vergleich zum Android ein schritt zurück gemacht die Anzeige wie lange in welchem Bereich trainiert wurde fehlt genau so kann ich nun nicht mehr sehen an welcher Stelle bei Laufen mein Puls gestiegen ist. Dies ist bei Polar super

    Bei App kosten in der Pro version
    Auswertung mit Account finde ich bei Polar besser.

    Schlecht finde ich übrigens auch das die App nicht in deutsch ist .

    Alles im allem finde ich sie eine gute Alternative zu Runstatic bzw. zur zeit sogar besser.

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  3. Jan S

    Kann man die Daten der App eigentlich als GPX exportieren, um es z.B. ins trainingstagebuch.org einzupflegen ?!

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  4. Danny

    Hallo! Ich. Habe die App seit einiger Zeit auf meinem iPhone 4S. Grundsätzlich sagt sie mir sehr zu, da die Oberfläche recht einfach und übersichtlich gehalten ist. Die Trainingsdaten sollten sich allerdings in einem der bekannten Formate per Email versenden lassen. Gemeinsam mit einer Überarbeitung, damit die App auch auf deutsch verfügbar ist, sollten die Entwickler hier dringend nacharbeiten.
    JETZT ABER DAS EIGENTLICHE PROBLEM: Es kommt sehr oft vor, dass das GPS-Signal abreißt oder fehlerhaft ist. Heute z.B. habe ich einen Lauf im Grundlagenausdauertempo gemacht. Die App sagte mir, dass ich den ersten km in 2:43 Min. gelaufen bin!!! Nach 3 km kam die letzte Ansage und nach 1:42:29 Std. habe ich dann angeblich die 4 km Marke erreicht. Tatsächlich hatte ich da ca. 16 km in langsamen Tempo hinter mir. DAS PASSIERT LEIDER STÄNDIG UND NERVT!!!
    Hier muss dringend was passieren, das hatte ich mit „Runmeter“ nicht. Der große Vorteil ist hier aber: Eine App für verschiedene Sportarten.

    Also, bitte dringend nacharbeite, dann ist alles super.

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  5. Manu

    Hallo, die App ist mit deutschem Menü.

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