Wild, wilder, Tromsø Skyrace! (Foto: Dominik Briselat)

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Trail-News #32: Tromsø Skyrace, Alpen X, Pitz Alpine, Swiss Irontrail

Die News der Woche 32: Tromsø Skyrace: Briten stürmen das Podium +++ Alpen X 100: Karrera siegt bei Premiere +++ Pitz Alpine Glacier Trail: Neuschnee im Hochsommer +++ Swiss Irontrail: Huser und Hugenschmidt vorne +++ Video der Woche: Grat-Wahnsinn in Norwegen

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Tromsø Skyrace: Briten stürmen das Podium

Tom Owens (Salomon) setzt seine Siegesserie fort und gewann am Wochenende auch das Tromsø Skyrace! Auf der technisch extrem anspruchsvollen Strecke (53 km / 4.600 Hm) im Norden Norwegens konnte sich Owens erst 500 Meter vor dem Ziel von Vorjahressieger Jonathan Albon absetzen. Finlay Wild komplettierte als Dritter das rein britische Podium. „Das war das Rennen meines Lebens,“ sagte Owens im Ziel. Bei den Damen triumphierte erwartungsgemäß Jasmin Paris, ebenfalls aus Großbritannien, vor Malene Blikken Haukøy aus Norwegen und der Italienerin Martina Valmassoi. Schnellster Deutscher: Philipp Reiter (Salomon) auf Rang 12. Hier gibt es alle Ergebnisse und starke Fotos.

Tom Owens am Grat zum Hamperokken (Foto: Ian Corless / SWS)

Das Rennen in der Wahlheimat von Kilian Jornet und Emelie Forsberg gehört zur neuen Skyrunner Extreme Serie „Für uns als Veranstalter ist das Wichtigste, dass die Läufer mit einem Lächeln ins Ziel kommen und wir wissen, dass es keine Probleme auf der Strecke gab. Sicherheit hat oberste Priorität,“ betonte Jornet, für den es anschließend gleich weiter ins Himalaya ging – der Everest wartet!

Beim Blåmann Vertical K am Freitag siegten Stian Angermund und Emelie Forsberg. Stark auch die beiden Deutschen Wolfgang Hochholzer (Team Gamsbock) und Dominik Briselat auf den Plätzen 11 und 12. Alle Ergebnisse.

Alpen X 100: Karrera siegt bei Premiere

Altmeister Iker Karrera (Salomon) hat die Erstauflage des Alpen X 100 gewonnen. Der 42-jährige Spanier erreichte nach 25:29 Stunden, 160 Kilometern und fast 10.000 Höhenmetern als erster den Domplatz in Brixen. Platz zwei ging an den Südtiroler Alexander Rabensteiner (26:45 Stunden), Rang drei an den Österreicher Sebastian Fuchs (27:08 Stunden). „Bei Kilometer 107 ging das Rennen erst richtig los“, resümierte Karrera. Für die 18 Kilometer von der Verpflegungsstation 11 am Penser Joch bis zur Verpflegungsstation 12 im Schalderer Tal benötigte selbst ein Weltklasse-Trailrunner wie Karrera um die 5 Stunden. Wie hart vor allem dieser Streckenabschnitt war, zeigt auch die Finisherquote. Nur zwei Frauen erreichten über die 100 Meilen das Ziel in Brixen: Annemarie Gross in 31:38.24,3 Stunden und Ines Melzer nach 46:28 Stunden.

Über die 100 km-Distanz mit Start in Steinach lag der Schweizer Adrian Brennwald vom ersten Meter an in Führung und erreichte das Ziel nach 14:23 Stunden. Bei den Frauen lief die Italienerin Simona Morbelli (Salomon) in 16:57 Stunden einen ebenso ungefährdeten Favoritensieg ein. Auf der 70 km Strecke mit Start in Gossensass lieferten sich Thomas Farbmacher (Salomon) und Moritz auf der Heide (ASICS Frontrunner) lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst auf dem langen Downhill Richtung Ziel in Brixen konnte sich Farbmacher entscheidend absetzen. „Im Abstieg habe ich mir den Stecker gezogen, es ging nichts mehr“, gestand Moritz auf der Heide. Bei den Damen setzte sich die Schweizerin Maja Dorfschmid (12:04 Stunden) knapp vor der Bozenerin Tanja Plaikner (12:08 Stunden) durch.

Hier gibt es alle Ergebnisse und unseren ausführlichen Bericht.

Iker Carrera gewinnt die Erstauflage des Alpen X 100 (Foto: Kelvin Trautmann / Plan B)

Pitz Alpine Glacier Trail: Neuschnee im Hochsommer

Piotr Hercog aus Polen sicherte sich nach 11:57 Stunden den Sieg beim 4. Pitz Alpine Glacier Trail P100. Knapp eine halbe Stunde später folgten ihm die Österreicher Andreas „Rambo“ Ropin und René Fahrengruber. Neuschnee und Schlechtwetter machten eine kurzfristige Streckenänderung nötig. Trotzdem stellten sich rund 600 Teilnehmer aus 28 Nationen den insgesamt 5 Distanzen durch die Pitztaler Bergwelt. Claudia Wehnert war nach 17:40 Stunden als erste Frau zurück in Mandarfen. Beim nur unwesentlich kürzeren P85 siegten Christian Mlinar (10:09 Stunden) und Silke Wilhem (13:07 Stunden). Den Sieg beim P42 teilten sich die Namensvetter Markus Mingo (Scott) und Markus Kröll (Salomon) – sie liefen nach 4:53 Stunden gemeinsam ins Ziel. Auch Elfi Frank und Nicole Keßler schritten nach 6:15 Stunden zeitgleich über die Ziellinie. Beim P26 musste Vorjahressieger Martin Mattle (Salomon) knapp seinem deutschen Mitstreiter Sebastian Hallmann (ASICS Frontrunner) den Vortritt überlassen. Alle Ergebnisse und viele Fotos.

Neuschnee im Hochsommer beim Pitz Alpine Glacier Trail 2016 (Foto: Sportograf / TVB Pitztal)

Swiss Irontrail: Huser und Hugenschmidt vorne

Nachdem Andrea Huser (Mammut) beim letztjährigen Swiss Irontrail T201 den Gesamtsieg noch knapp verpasste, sicherte sie sich in diesem Jahr souverän den Titel und siegte in 35 Stunden und 1,8 Sekunden – rund 36 Minuten vor dem erstplatzierten Mann, Jimmy Pelligrini aus Italien. Sie ist damit nach Denise Zimmermann im Jahr 2014 bereits die zweite Frau, die die 201 Kilometer rund um Davos schneller als alle Männer zurücklegte. Beim T121 lief Stephan Hugenschmidt (Salomon) ein einsames Rennen und siegte deutlich in 15 Stunden und 44 Minuten, fast eine Stunde vor dem zweiten Patrick Verme aus Schweden. Als Dritter komplettierte Patrick Willcock aus Südafrika (18h 13min) das internationale Podest. Auf dem vierten Gesamtrang kam mit Maite Maiora (La Sportiva) bereits die erste Frau ins Ziel. Alle Ergebnisse.

Video der Woche: Grat-Wahnsinn in Norwegen

Passend zum Tromsø Skyrace: Seb Montaz auf einem ganz schmalen Grat am Kongen, Mitternachtssonne inklusive. Don’t try this at home, Kids!

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Hendrik

Von

Hendrik ist leidenschaftlicher Trailrunner und Gründer des TrailBlog. Neben kurzen, steilen Rennen reizen ihn lange Touren auf eigene Faust in den Bergen. Hendrik ist ASICS Frontrunner und wird unterstützt von Garmin, SZIOLS und ultraSPORTS. Folge ihm auch auf Strava, Twitter und Instagram.
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1 Kommentar

  1. Michael

    Scheint ein Trend im Trend zu sein das „gemeinsam über die Ziellinie laufen“. Hat was.

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