Trailcheck Rhön: Wasser, Kuppen, Trails!

Auf den ersten Blick wirkt die Rhön mit ihren sanften Höhenzügen ein wenig langweilig. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ein ideales Trainingsrevier mit tollen Trails. Hier findest du zwei Touren mit praktischen Infos und GPS-Tracks zum Nachlaufen.

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Auf den ersten Blick wirkt die Rhön mit ihren sanften Höhenzügen ein wenig langweilig. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ein ideales Trainingsrevier mit tollen Trails. Hier findest du zwei Touren mit praktischen Infos und GPS-Tracks zum Nachlaufen.

Pferdskopf-Runde

12,34 km
Distanz
510 m
Anstieg
509 m
Abstieg
GPS-Download

Auf dieser kurzen Tour lernst du zwei Rhön-Gipfel mit ganz unterschiedlichem Charakter kennen. Von Tränkhof aus geht es zunächst leicht ansteigend über Feld- und Wiesenwege. Am Landesjugendheim überquerst du die Straße und folgst dem Wanderweg zum Guckaisee. Es folgt ein steiler Singletrail hinauf zum Pferdskopf. 185 Höhenmeter auf nur 800 Metern gilt es zu überwinden. Zur Belohnung wartet oben einer der besten Ausblicke über die Rhön. Und wenn du magst, kannst du deine Zeit ins Gipfelbuch des Pferdskopf-Skyrace eintragen.

Anschließend geht es hinüber zur Wasserkuppe, mit 950 m ü.NN Hessens höchster Berg und Quellort der Fulda. Das weitläufige Gipfelplateau und die Aufwinde an ihren Hängen machen die Wasserkuppe zum idealen Start- und Landeplatz für Segelflieger. Je nach Wetter und Jahreszeit erinnern ihre Wiesen an die Fells in den britischen Highlands – oder Mondlandschaften aus einem Science Fiction Film. Die markante Radarkuppel aus Vorwende-Zeiten passt da ins Bild.

Kurz, aber steil: Der Anstieg zum Pferdskopf

Pferdskopf Skyrace: Wer schafft es am schnellsten auf den Gipfel?

„Mondlandschaft“ auf der Wasserkuppe. Im Hintergrund das Radom, eine Abhöranlage aus Vorwende-Zeiten.

Hochrhön-Schleife

39,38 km
Distanz
2.117 m
Anstieg
2.118 m
Abstieg
GPS-Download

Lange Anstiege sucht man in der Rhön vergeblich, dafür geht es ständig auf und ab. Bestes Beispiel: Diese anspruchsvolle Tour mit über 2.000 Höhenmetern. Sie verbindet die Hochrhön mit der Kuppenrhön. Als Startpunkte bieten sich z.B. die Wanderparkplätze in Kleinsassen oder Abtsroda an. An letzterem kommt man zwei mal vorbei – ideal um unterwegs „nachzutanken“. Von dort geht es im ersten Teil zunächst wieder hoch zur Wasserkuppe und über den Pferdskopf downhill zum Guckaisee. Nach einer Runde über die Eube (814 m ü.NN) muss der Pferdskopf erneut bezwungen werden. Zurück am Parkplatz sind etwa 15 km auf dem Tacho.

Anschließend läufst du im zweiten Teil über die Weiherkuppe vorbei an Enzianhütte und Grabenhöfchen. Nach einem flacheren Abschnitt folgt das Highlight dieser Tour: Die weithin sichtbare Milseburg (835 m ü.NN) mit ihrem keltischen Ringwall aus Basaltsteinen. Rundherum und hoch zum Gipfel führen geniale Singletrails. Hier kannst du jede Menge Höhenmeter sammeln, bevor es über Kleinsassen zurück zum Startpunkt geht. Zur schnellen Regeneration empfiehlt sich ein Kloster-Bier auf der Sonnenterrasse der Enzianhütte.

Die dünn besiedelte Rhön vermittelt ein Gefühl von Weite, wie hier auf der Weiherkuppe

Rastplatz mit Ausblick: Die Milseburg (835 m ü. NN)

Keltische Ringwälle und geniale Singletrails an der Milseburg

Belohnung nach einer langen Rhön-Tour: Einkehren auf der Enzianhütte des DAV

Anfahrt

Die Rhön liegt mitten in Deutschland an der Grenze von Hessen, Bayern und Thüringen. Deshalb ist sie sehr gut erreichbar: Mit dem Auto z.B. aus Rhein-Main, Nürnberg, Erfurt oder Kassel in weniger als zwei Stunden. Mit der Bahn fährt man nach Fulda (ICE-Bahnhof) oder Gersfeld und von dort weiter mit den Bus-Linien 35 bzw. 37 zur Wasserkuppe.

Übernachten

In der Rhön gibt es viele günstige, familiengeführte Hotels und Pensionen. Diese beiden haben uns sehr gut gefallen: Das Hotel Sonnenhof in Tränkhof (tolle Lage direkt unterhalb der Wasserkuppe) und das Hotel Hof Wasserkuppe in Poppenhausen (mit Pool und Sauna). Auch auf der Enzianhütte kann man übernachten. Noch mehr Unterkünfte findest du bei Rhön-Tourismus.

Hendrik

Von

Hendrik ist leidenschaftlicher Trailrunner und Gründer des TrailBlog. Neben kurzen, steilen Rennen reizen ihn lange Touren auf eigene Faust in den Bergen. Hendrik ist ASICS Frontrunner und wird unterstützt von Garmin, SZIOLS und ultraSPORTS. Folge ihm auch auf Strava, Twitter und Instagram.
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2 Kommentare

  1. Jan

    Hallo Hendrik!
    Tolle Fotos! Danke für’s teilen! Das macht direkt Lust auf’s Laufen. Mein Laufrevier ist leider total flach und ich freue mich jedes Mal, wenn ich irgendwo ein bisschen Höhenmeter mach kann. :-)
    Besten Gruß,
    Jan

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