Matthias am höchsten Punkt des Transalpine Run 2016

Rennen       2

TAR-Tagebuch, Teil 1

Der Transalpine Run begeistert auch in diesem Jahr wieder mit grandioser Strecke, sportlichen Höchstleistungen und unvergleichlichem Teamspirit. Hier unsere Eindrücke der ersten vier Etappen, aufgezeichnet von Matthias und Norbert.

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1. Etappe: Garmisch-Partenkirchen nach Lermoos

Berenice & Norbert:
Wir zwei als Team TrailBlog.de beim TAR! Eine willkommene Überraschung für Berenice und mich. Voller Elan und Vorfreude starten wir am Sonntag von Garmisch – Partenkirchen nach Brixen. Auf der ersten Etappe realisierten wir erst wirklich auf was wir uns da eingelassen hatten. Wir starteten langsam und voller Respekt vor den weiteren Etappen mit dem Ziel diesen TAR „einfach“ nur zu finishen. Wir genossen die erste Pasta-Party, feierten die Sieger und erlebten die besondere Stimmung dieser Veranstaltung. Die Bilder des Tages runden hier beim TAR jeden Abend perfekt ab. Ab jetzt heisst es jeden morgen eine neue Etappe, eine neue Herausforderung. Von Asphalt bis alpine kommt hier bisher jeder Teilnehmer auf seine Kosten.

Matthias & Christiane:
Der Auftakt ist geschafft! 36,5 km mit 2100 Hm. Von Garmisch führte die Strecke über das uns schon vom ZUT bekannte Kreuzeck und auf einem coolen Downhill wieder nach Hammersbach. Bevor es von dort über die bekannte Skiabfahrt (leider für uns nicht bergab) über die Grenze nach Österreich ging. Die letzten 10 km waren leicht wellig und schön zu laufen bis zum Ziel in Lermoos. Das Wetter war traumhaft, das wird aber wohl nicht so bleiben.

36,97 km
Distanz
2.559 m
Anstieg
2.267 m
Abstieg
GPS-Download

2. Etappe: Lermoos nach Imst

Matthias & Christiane:
Nach dem Start in Lermoos ging es heute nach nicht mal 1,5 km sofort steil bergan bis zur Mittelstation des Hausbergs. Auf 4 km waren rund 770 Höhenmeter zu bewältigen. Also Menschenkette auf dem Trail.

Durch das Rossköpfletal zum Essen an den Fernpass, über Schloss Fernstein weiter zum Tegestal. Durch das Tegestal konnten wir aufgrund der schlechten Wetterprognose nicht laufen, aber die angebotene Alternativroute war wunderschön. Auf Trails, die vielleicht noch die Bezeichnung „Wildwechsel“ verdient hätten, ging es wellig und alpin spaßig zur Sache. Vom letzten Futtertrog bis zum Ziel in Imst begleitete uns die Sonne und die Strecke war toll zu laufen. Eine wirklich gelungene Alternative, wenn auch nicht wie angekündigt kürzer. Knapp 35km mit ca. 1650hm!

Berenice & Norbert:
Es ist besonders beeindruckend für uns wie viele tolle Menschen sich hier begegnen, wertschätzen und gegenseitig supporten. Jeder der finisht wird als Sieger gefeiert. Die wirkliche Challenge beim TAR ist es, egal über welches Leistungsniveau jeder einzelne Starter verfügt, sich die Etappen richtig einzuteilen.

35,06 km
Distanz
2.707 m
Anstieg
2.910 m
Abstieg
GPS-Download

3. Etappe: Imst nach Mandarfen

Matthias & Christiane:
Und Zack, ist sie im Sack, die 3. Etappe des Transalpine Run, die Königsetappe! Die ersten Kilometer ließen die Straßenläuferherzen höher schlagen, 5 km leicht bergab auf Asphalt. Gehört halt auch dazu. Aber dann gleich ab in einen wurzeligen Trail zur V1 in Brennwald.

Frisch gestärkt waren die folgenden 900 Hm zur V2 auf tollen und wirklich steilen Wegen kein Problem. Auf der Tiefentaler Alpe, bei km 33, trafen wir auf das sich ausruhende Markierungsteam mit Carsten, und konnten endlich ein Lob für die tolle Route direkt an den Mann bringen. Ab dort wurde es aber noch besser. Das Pitztal bietet einfach tolle steinige Trails, die mit allen Wassern gewaschen sind. Der Downhill nach Trenkwald ist sehr steil und sehr technisch, einfach toll. Heute werden sicher einige auch mit den Cut-Off-Zeiten Probleme bekommen, aber uns geht es gut, wir hatten (die meiste Zeit) mächtig Spaß. Auf der Uhr standen am Ende knapp 50km mit ca. 3.200 Hm.

Berenice & Norbert:
Uns hat bis jetzt die dritte Etappe ins Pitztal am Besten gefallen. Es waren unvergessliche Momente auf den Trails in den wubdervollen Bergen. So kann es für uns gerne weitergehen. Unsere Beine werden täglich ein wenig schwerer, aber die Spannung auf die nächste Etappe lässt uns immer wieder motiviert mit „Highway to Hell“ über die Startlinie hinaus rennen.

49,1 km
Distanz
4.488 m
Anstieg
3.591 m
Abstieg
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4. Etappe: Mandarfen nach Sölden

Matthias & Christiane:
Hannibal kam von Süden nach Sölden und wir von Osten. Direkt nach dem Blockstart in Mandarfen folgten 600 und ein paar zerquetschte Höhenmeter auf 2 km bis zum Rifflsee. Unten haben wir noch alle gefroren, aber das war schnell erledigt auf dem Steig. Ebenso steil ging es dann auf dem ersten Downhill nach unten. Klasse.

Unterhalb der Materialseilbahn der Braunschweiger Hütte folgten wir dem Steig dann über 1000 Hm am Stück nach oben. Hart und lang, aber wunderschön. Oben mit Blick auf den höchsten Berg Tirols, die Wildspitze. Die Überschreitung des Rettenbachferners bei diesen Bedingungen ist auf ewig im Läuferhirn gespeichert. War das cool! Der folgende 1500 Hm-Downhill nach Sölden ins Ötztal, mit allem, was ein Trail bieten kann, war ein perfekter Abschluss dieses Tages. 27,8km mit 1900hm. Sommer in Sölden. Ein toller Tag.

Berenice & Norbert:
Leider mussten bis zum heutigen Tag schon einige Teams ausscheiden. Gute Besserung an dieser Stelle an Alle. Podestmäßig ist es ebenfalls spannend. Auch eine Besonderheit eines Etappenrennens. Wie lange halten die einzelnen Sieger ihre Form? Der ganze TAR, insgesamt für uns ein großes Abenteuer. Wir werden weiter berichten.

28,17 km
Distanz
2.592 m
Anstieg
2.917 m
Abstieg
GPS-Download
Matthias

Von

Kein Felsen zu hoch und kein Fluss zu tief. Es gibt fast nichts, wo Matthias nicht rauf-, drüber- oder durchlaufen möchte. Der Polizeibeamte und Personal Trainer lebt im Harz und fühlt sich auf schmalen Bergtrails, bei Ultras und Etappenrennen zu Hause.
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2 Kommentare

  1. Wiesel

    Da bekommt man direkt Lust raus auf den Trail zu gehen. Aber der TAR ist aktuell noch nicht vorstellbar. 2ß18 vielleicht. Schau mer mal.

    Wünsche euch weiterhin frische Beine und viel Spaß. Lauft das Ding nach Hause.

    Mit laufenden Grüßen Wiesel

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