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Viking Apex II GTX im Test

Die Norweger haben hier ein grundsolides Stück Sicherheit in allen Bereichen abgeliefert. Der Viking Apex II GTX wirkt wie "aus einem Stück gegossen". Vom lockeren Morning-Run bis zum Ultra fühlt man sich bei schlechtem Wetter in diesem Schuh rundum sicher und wohl.

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Erster Eindruck und Verarbeitung

Der Schuh wirkt perfekt verarbeitet. Mehr gibt es kaum dazu zu sagen. Durch das verwendete Schürsystem schaut nicht mal irgendwo ein Schnürfaden raus. Das Obermaterial ist perfekt verklebt. Der Schuh wirkt wie ein geschlossenes System.

Passform und Größen

Die Zehenbox ist ausreichend groß, ohne dabei überdimensioniert zu sein. Auch für eine etwas dickere Socke ist einmal Platz, falls es ein kalter nasser Tag werden soll.

Auch im Rahmen der Passform möchte ich das Boa-Lacing-System erwähnen. Ein Schnürsystem mit dünnen Nylonschnüren, welche mit einem Rädchen zugedreht werden. Die Schnüren zieht sich gleichmäßig zusammen, ohne irgendwo zu drücken. Ein Nachschnüren entfällt völlig und der Schuh sitzt bei jeder Gelegenheit gleich perfekt am Fuß. Geöffnet wird mit kurzem Zug an der Disc, das ist völlig problemlos und scheint insgesamt sehr durchdacht.

Der Viking Apex II ist für Damen in den Größen 36-42 (in ganzen Größen) und für Herren in 41-47 (in ganzen Größen) erhältlich. Der Schuh fällt normal aus und unser Testmodell in 45 passt hervorragend.

Für Damen stehen zwei Farbkombinationen zur Auswahl und für Herren sogar drei. Hierbei ist vor allem die unauffällige braune Variante zu erwähnen. Es soll ja durchausRunner geben, die es etwas dezenter mögen, diese sollten sich den Schuh einmal näher betrachten.
In der Mustergröße 42 bringt der Viking Apex II 297g auf die Waage.

Grip und Laufeigenschaften

Bei gutem Wetter ist der Schuh auf jedem Terrain ein guter Allrounder und lässt sich auf nahezu allen Untergründen super laufen. Durch die mittlere Sprengung von 8mm bekommt man direkte Rückmeldung vom Untergrund und selbst bei schnelleren Einheiten ist er durch sein geringes Gewicht einfach gut zu gebrauchen.
Beim Grip gibt es trocken keinerlei Kompromisse. Selbst im Schotterhang bergab bietet er perfekte Traktion.

Bei Nässe, auf einem normalen Forstweg oder auch Trail, mit mäßigem Gefälle bzw. mäßiger Steigung, lassen kurze Bodenkontaktzeiten kein Rutschen zu und man rennt sicher durch jedes Mittelgebirge.
In alpineren Bereichen, oder bei starkem Gefälle/Steigung, schwächelt der Apex II GTX leider in dieser Disziplin. Beim Überlaufen von rutschigen Wurzeln oder nassen Felsen sollte man schon etwas Umsicht walten lassen.
In Schlamm und weichem Untergrund steht der Apex II sicher wie ein Fels.

Die Sohle mit der Bezeichnung UCG verspricht „ultimativen Grip“, dies trifft einfach in vielen Einsatzbereichen auch genauso zu.

Dämpfung und Protektion

Der Apex II ist ausreichend gedämpft und auch für längere Strecken und schwerere Läufer gut geeignet.

Vor dem Wetter schützt die Gore Tex Membran perfekt. Regen, Pfützen, kleine Flüsse – alles kein Problem. Einfach perfekter Wetterschutz.
Die verklebte Protektion an der Zehenkappe schützt wirklich gut vor Steinschlägen, Wurzeln und allem, was da sonst noch kommen mag.
Rundum fühlt man sich im Viking Apex II sicher, geschützt und gut.

Testdauer

Der Schuh wurde von unserem Tester über eine Gesamtdistanz von ca. 150 Kilometer im deutschen Mittelgebirge getestet. Für schöne Tage ist er zwar nicht gemacht, aber auch ein paar trockene Trails und Wege hat er gesehen.

Viking Apex II GTX

Kategorie: Allround
Gewicht: 297 g
Sprengung: 8 mm
wenig
viel
Dämpfung
Stabilität
Grip
Protektion
Dynamik

Pro

  • Rund-Um-Wohlfühl-Schuh bei schlechtem Wetter
  • tolle Verarbeitung
  • durchdachtes Schnürsystem

Contra

  • nur mäßiger Grip im alpinen Gelände

Fazit

TrailBlog
Das Run-um-Wohlfühl-Paket bei schlechtem Wetter bekommt man mit diesem Schuh geboten. Immer trockene Füße, gute Laufeigenschaften, ein tolles Schnürsystem und guter Grip, bei fast allen Bedingungen. Der Herbst ist da und dieser Schuh sollte es bei dir auch sein.
Stand 02.11.2016. Aktuelle Preise und Spezifikationen können abweichen.
Matthias

Von

Kein Felsen zu hoch und kein Fluss zu tief. Es gibt fast nichts, wo Matthias nicht rauf-, drüber- oder durchlaufen möchte. Der Polizeibeamte und Personal Trainer lebt im Harz und fühlt sich auf schmalen Bergtrails, bei Ultras und Etappenrennen zu Hause.
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