Stau (nur) am Gipfelgrat: Mit der Werdenfelsbahn kommt man entspannt zum Berg

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Zug? Spitze!

An schönen Tagen beginnt der Stau hinauf auf Deutschlands höchsten Berg schon auf der A95 bei Eschenlohe. Wer den Massen entgehen will, lässt das Auto zuhause und nimmt den langen Weg durchs Reintal auf die Zugspitze.

Ein Samstag Ende August, Ferienzeit fast überall im Land und noch dazu der heißeste Tag des Jahres. Ob es eine gute Idee war, ausgerechnet heute auf die Zugspitze zu rennen? Nun ja. Der Schweiß jedenfalls läuft bereits, bevor wir es tun. Aber nun sind wir schon mal hier, am Bahnhof in Garmisch, in Laufschuhen. Ein sanfter Druck auf Start und die GPS-Uhr läuft. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

24,23 km
Distanz
2.739 m
Anstieg
497 m
Abstieg
GPS-Download

Every Day I’m Travelin‘

Immerhin: Die Anreise hätte entspannter nicht sein können. Während draußen der Starnberger See an uns vorbeizieht, genießen wir ein zweites Frühstück mit Blick auf die Voralpenlandschaft. Von München aus fährt die DB Regio stündlich Richtung Garmisch und Mittenwald. Die knallroten Züge sind modern und komfortabel, sogar eine Spielecke für die kleinsten Gipfelstürmer gibt es. 23 Euro zahlen wir für das Regio-Ticket Werdenfels – zu zweit, inklusive Rückfahrt und ohne Zugbindung. Günstiger kommt man nicht in die Berge.

Reintal, rauf, runter, raus

Vom Bahnhof sind es nur ein paar Schritte zur Partnachklamm. So früh am Morgen haben wir die enge Schlucht fast für uns allein. Weiter geht’s vorbei an der Bockhütte und taleinwärts immer entlang der rauschenden Partnach. Nach gut zwei Stunden erreichen wir die idyllisch gelegene Reintalangerhütte (1.369 m). Der perfekte Ort für eine Brotzeit. Denn anschließend geht es in steilen Kehren hinauf zur Knorrhütte am Zugspitzplatt (2.051 m).

Beeindruckendes Naturschauspiel: Die Partnachklamm am Eingang zum Reintal

(Be)rauschend: Brücke über die Partnach bei der Bockhütte

So hoch empor wie an der Zugspitze geht’s in Deutschland nirgends.

Selbst an heißen Tagen bleiben die Temperaturen im Reintal moderat: Bäume und Felswände spenden Schatten, die Partnach fungiert als natürliche Klimaanlage.

Gebetsfahnen an der idyllisch gelegenen Reintalangerhütte

Blick zurück ins Reintal

Ab der Knorrhütte (2.051 m) wird’s voll

An der Knorrhütte ist es vorbei mit der meditativen Ruhe des Reintals: Plötzlich sind wir von Menschen umgeben, die scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht sind. Die meisten von ihnen Wanderer, die auf ihrem Weg durchs Reintal hier oder auf der Reintalangerhütte übernachtet haben – immerhin wird die Gehzeit ab der Partnachklamm mit 11 Stunden angegeben.

Über die bizarre Gesteinswüste des Zugspitzplatts gelangen wir zum Sonnalpin (2.576 m). Ein letzter, aber steiler Geröllhang führt am Schneefernerhaus vorbei, ein drahtseilversicherter Steig am Fels hinauf zum Gipfel. Nach rund 5 Stunden sind wir am Ziel. Hier oben prallen Welten aufeinander: Bergsteiger und -läufer wie wir, Wanderer und Familienurlauber, Touristen mit Selfiestick und Vollverschleierung. Deutschlands höchster Biergarten, Deutschlands höchster Vergnügungspark. Wer sich daran nicht stört, gelangt über einen kurzen Grat zum goldenen Gipfelkreuz.

Zurück ins Tal geht es zu Fuß über Knorrhütte und Gatterl oder mit der Tiroler Zugspitzbahn nach Ehrwald. Alternativ fährt man mit der bayerischen Seil- oder Zahnradbahn nach Grainau ab. Von beiden Orten geht es mit der Werdenfelsbahn retour in Richtung München.

Über das Zugspitzplatt zum Sonnalpin

Ein steiler Geröllhang führt am Schneefernerhaus vorbei zum Gipfel

Talblick auf Eibsee und Garmisch-Partenkirchen

In Kooperation mit DB Regio.

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